Der Verein lebt

Der Verein lebt  ” von Gunnar Vogel “

“Der Verein lebt”
“oder auch, wir können zwar kein Tischtennis, aber haben dafür jede Menge Spaß”
“Nach einer eher leistungsschwachen vergangenen Saison, wohlgemerkt, bezogen auf”
“Tischtennis, setzten wir dieses mal auf eine alternative Vorbereitung für die”
“Meisterschaftsserie.”
“Angefangen war es mit unserem Trainingsbetrieb in den Sommerferien. Hier tummelten sich”
“überwiegend die Sportskameraden aus der Fusion der Heide Spieler und denen von der SG Krein. Gotthard Preißendorfer und liebe Bekannte vom PSV Oberhausen sorgten mit einigen unserer Extremsportler für regen Betrieb in der Halle.”
“Wir TTFler, die normalerweise keine Trainingspausen an einem Abend kennen, mutierten, okay gefühlt, zu Bankdrückern. So war es nicht verwunderlich, daß es einige von uns schnell in die Stammkneipe zur Marianne zog.”
“Der eine oder andere Einblick in ihr hübsches Dekollete´ brachte uns mehr ins Schwitzen als das lästige Klopfen auf den kleinen weißen Ball. Aber das Schöne an einem Wirtshaus ist ja, mit den entsprechenden Getränken kann man sich wieder abkühlen.”
“Da unser Wirt Adam ein guter Koch ist, hatten wir auch beste Möglichkeiten, über eine gezielte Nahrungsaufnahme, Kräfte für kommende Wettkämpfe zu sammeln. Berge von Bratkartoffeln, zuweilen,  z. B. für unseren zarten Bernd, nicht umsonst unsere Nr. 1, gleich zwei mächtige Nackenkoteletts, und diverse andere übersichtliche Snacks, sorgten dafür, daß wir, zumindest bezüglich des Kampfgewichtes, unseren Gegnern einiges voraus haben.”
“Dann am letzten Wochenende, unmittelbar vor Spielbeginn, verpaßten wir uns den sogenannten Feinschliff.”
“Diesen hatten wir uns sogar unter Wettkampfbedingungen auferlegt. Ein Brettchenturnier, wohlgemerkt alles gleiche Schläger, eingekauft für weniger als 1 € pro Stück, sollte uns das nötige Feingefühl für unsere ureigenen filigranen Schlag-, Schupf- und Schnittvarianten geben. Dieses mehrstündige Turnier zehrte natürlich an den Kräften. Selbstverständlich, in diesem Falle Heinz und Gunnar, kümmerten wir uns fürsorglich, aber auch professionell darum, daß ein jeder unbeschränkt Energien nachtanken konnte.”
“Für 13 Teilnehmer bereiteten sie einem vollen Pott  gebackene Reibekuchen und ebenso gebratene Frikkos aus drei Kilo Mett frisch zu. Mehrere Kisten Bier sorgten dafür, daß alles”
“bekömmlich und gut den Weg in die kleinen”
“Mägen und dann auch zuletzt zur Keramik fand. Letztendlich eine runde Sache.”
“Ach so, Sieger und Platzierte gab es auch:”
“Ø 1. wurde Frank Giesen”
“Ø 2. Dietmar Amrehn und jeweils”
“Ø 3. Bernd Schlieper und Gunnar Vogel”
“Wir haben fast 5 Stunden hart gearbeitet, dabei eine Riesengaudi gehabt und erst nach”
“Mitternacht unsere Bemühungen um eine optimale Saisonvorbereitung eingestellt.”
“Nahezu die gleichen Teilnehmer stellten allerdings auch fest, daß ihnen die überaus ernste und gezielte Vorbereitung noch nicht völlig reichte.”
“Klar war allen, ohne Zuschauer, zumindest wurde das Brettchenturnier fast ohne Zuschauer abgewickelt, fehlte der rechte psychische Druck.”
“Also setzten wir für den Folgetag, dieses mal, bereits um 15:00 Uhr, einen Tennis Vergleich an. Hier müssen unbedingt Walter Weinberg und seine Frau Karin gelobt werden. Sie hatten auf der Anlage RSV Klosterhardt zwei vorzüglich vorbereitete Plätze organisiert. Sie selbst waren so begeistert von dem Einsatzwillen der Spieler und auch von den mitgehenden Zuschauern, daß sie uns einen langen Nachmittag, der bis morgens halb zwei dauerte, sponserten. Wieder einmal Berge von Grillfleisch, schau, schau, dieses mal sogar auch Salate, wurden vertilgt. Naja, zur Erinnerung, es waren dieses mal auch unsere Frauen dabei. Vielleicht hatten die sich ja vornehmlich um das Grünfutter gekümmert.”
“Die Entdeckung des Abends, zumindest im kulinarischen Bereich, war Michael Thomas. Unser Tausendsassa bewies, daß er auch am Grill eine Trainerstelle übernehmen könnte.”
“Zurück zum Sportlichen, konkreter zur Saisonvorbereitung: Hier konnte man sehen, daß die Zelluloid „Künstler“ durchaus auch andere Bälle zum Fliegen bringen. Selbst wenn sie längst nicht immer ihr anvisiertes Flugziel erreichten, allein die Grazie, die bestimmte Herren, im weißen Dreß, auf den Platz zauberten, rissen die Zuschauer, selbst die Mitspieler, immer wieder zu Begeisterungsstürmen hin.”
“Hier will ich nur 2 Kollegen, stellvertretend für die verhinderten Stichs und Beckers erwähnen. Dividenden Hebbi, früher noch Laminat Hebbi genannt, alias Herbert Widera und unser Gaddafi Franz, der Herr Pacholczak, schwangen geradezu göttlich das Racket.”
“Besonders auffällig war zudem ihr geradezu unendlicher Aktionsradius. Minimum einen”
“glatten halben Quadratmeter hatten sie mit Riesenschritten unermüdlich abgedeckt. Da gab es”
“kein Durchkommen.”
“Also, auch für diese Herren eine Topvorbereitung!”
“Den Erfolg kann man an den ersten Spielergebnissen ablesen. Die 3. Mannschaft, die immerhin insgesamt die zweitmeisten Teilnehmer an dem Generalprobenwochenende stellte, ist verlustpunktfrei, die Zweite mit dem Löwenanteil an Wochenendstreitern dagegen punktfrei. Die Erste, mit den Wenigsten Akteuren am Freitag und Samstag, steht irgendwo im Niemandsland. Entsprechend erschien es auf dem ersten Blick unklar, ob unsere Vorbereitung erfolgreich war. Folglich trafen sich neun der Wochenendteilnehmer bereits nach dem ersten Spieltag zu einer Auswertung in Winterberg.”
“Man war sich schnell einig, daß wir uns prima verstehen, daß unser geliebter Sport ein tolles”
“Vehikel für gemütliche und fast immer recht lustige Zusammenkünfte ist.”
“Diese Erkenntnis feierten wir dann das gesamte Wochenende mit einem Grill- und Knobelabend, einer weiteren Grillaktion und drei Kneipenbesuchen. Unser Expertenteam für die kulinarischen Genüsse hat sich dabei vergrößert. Zu den Küchenfeen Michael, Heinz und Gunnar gesellte sich noch Walter, welcher sich mit einem vorzüglichen Kaffee immer wieder ins Rampenlicht schob.”
“Ja Sportkameraden, Geselligkeit, mit Schabernack und Spaß ist bei uns Trumpf. Wenn es mit”
“dem Tischtennis dann auch noch klappt ist es super, wenn nicht aber immer noch prima.”

Autor: Michael